Kinderbetreuung in Lampertheim

Worum es hier geht: Die Frage der Kinderbetreuung in Lampertheim

Beispiel für Eltern-Engagement: Betreuungsverein

Alter und neuer Vorstand des Betreuungsvereins der Pestalozzischule, fotografiert von der Lampertheimer Zeitung.

Vorstand des Betreuungsvereins der Pestalozzischule, fotografiert von der Lampertheimer Zeitung.

An der Lampertheimer Pestalozzischule sind es Eltern, die die nachmittägliche Betreuung von 50 Kindern auf die Beine stellen. Vor 15 Jahren gründeten sie einen Verein, der aus Mitgliedsbeiträgen und Zuschüssen die fachkundigen Erzieherinnen und alles Drumherum bezahlt. Sie arbeiten pädagogisch eng mit der Schule zusammen. Ein Konzept, das auch 15 Jahre später weiter von der Mitwirkung der Eltern lebt.

Das betrifft natürlich zu aller erst die Führung des Vereins. Sechs Leute sitzen im Vorstand zusammen, entscheiden Personalfragen, organisieren die Warteliste für die verfügbaren Betreuungspläte und verantworten ein Jahresbudget von mehr als 100.000 Euro. Das klingt fast wie ein Managerjob.

Für jeweils zwei Jahre wählen die Mitglieder die Vorstände; vier Jahre sind die Kinder der Eltern in der Regel an der Schule. Schon alleine deshalb erneuert sich die Vereinsführung regelmäßig. Nach der jüngsten Mitgliederversammlung steht an Spitze weiter Marion Maurer als Erste Vorsitzende. Neu an ihrer Seite sind Andrea Thomas und Claudia Uebach. Sie folgen auf Edith Schirmer und Olaf Pickenäcker.

Die Versammlung zeigte, wie schwierig es sein kann, Eltern zu finden, die Verantwortung im Betreuungsverein übernehmen – aus unterschiedlichen Gründen. Bei manchen ist es mit Blick auf die Aufgaben schlicht der Respekt vor dem Amt. Viele sind bereits an anderer Stelle in Schule oder sonstwo ehrenamtlich aktiv. Und in nicht wenigen Familien sind, bei einem Betreuungsverein naheliegend, beide Elternteile berufstätig, manchmal auch in Vollzeit. Da zählt am Abend dann jede Minute. Dennoch: Ohne Eltern-Engagement keine engagierte Betreuung.

Und natürlich können sich Eltern auch einbringen, ohne gleich die Vorstandsarbeit zu schmeißen, wie der Jahresbericht deutlich macht: Der Rasen will etwa einmal die Woche gemäht sein. Für kleinere Umbauten im Außengelände darf gerne mal zu Spaten und Schubkarre gegriffen werden. Und das Spielhaus aus Holz hält länger, wenn es regelmäßig Bekanntschaft macht mit schützendem Lack.

Die Betreuung an der Pestalozzischule unterscheidet sich mit ihrer Organisationsform als Verein von den entsprechenden Einrichtungen an den beiden anderen Grundschulen in der Lampertheimer Kernstadt: An der Schiller- und Gotheschule war bis zum Sommer 2012 die Stadtverwaltung die Trägerin. Seit sich die Stadt erklärtermaßen auf Betreuungsangebote für Krippen- und Kindergartenkinder konzentrieren will, hat dort nun ein Unternehmen das Sagen. Grundsätzlich geht es in solch einer Konstellation vermehrt auch um Wirtschaftlichkeit.

Eine Betreuung aus einer Elterninitiative heraus ist zwar mehr Aufwand. Aber dafür eben auch mehr selbstbestimmt. Schön, dass das an der Pestalozzischule gelingt.

Presseschau: Bericht über die Mitgliederversammlung im Südhessen Morgen.


Schülerbetreuung an der Pestalozzischule stockt auf

Gute Nachricht aus der Pestalozzischule: Die Zahl der Plätze in der nachmittäglichen Schülerbetreuung steigt um zehn auf 50. Das hat der Vorstand des Trägervereins am Dienstag Abend in einem Treffen mit interessierten Eltern, der Schulleitung und der Stabstelle Kinder und Senioren der Stadtverwaltung bekannt gegeben. Die Eltern sehen jedoch weiter eine besondere politische Verantwortung der [...]

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Mini-Jobler betreuen nun die Schüler

An der Goethe- und Schillerschule zieht sich die Stadt als Trägerin zurück. Bei Schülerbetreuung wird von einem privaten Träger übernommen – dem Viernheimer Verein Lernmobil. Jetzt wird bekannt, was das für das Personalkonzept an der Goetheschule heißt: Die hauptberufliche Leiterin wird mit Mini-Joblern ergänzt.

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Wie die Betreuung an der Pestalozzischule ausbauen?

Genau 40 Plätze gibt es in der Schülerbetreuung der Pestalozzischule, gebraucht werden könnten in etwa doppelt so viele. An wohl keiner anderen Grundschule in Lampertheim klaffen Angebot und Nachfrage derart auseinander. Das soll sich ändern. Eltern, Schulleitung und Stadtverwaltung sprechen derzeit gemeinsam über kurz- und mittelfristige Lösungen. Die aktuelle Warteliste des Trägervereins der Schülerbetreuung an [...]

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Stadt zieht sich als Trägerin zurück

An der Lampertheimer Goethe- und Schillerschule wird es mit der geplanten Aufstockung der Betreuung eine weitere, wichtige Änderung geben: Die Stadt Lampertheim zieht sich als Trägerin zurück. Stattdessen übernimmt der private Anbieter Lernmobil Viernhein die Geschäfte. Das zeigt die Marschrichtung der Kommune: Sie konzentriert sich in Betreuungsangelegenheiten auf Krippen und Kindergärten.

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Mehr Plätze an Schiller- und Goetheschule

An zwei Lampertheimer Grundschulen können von August an doppelt so viele Kinder als bisher nach Unterrichtsschluss betreut werden: An der Schillerschule und an der Goetheschule startet jeweils eine zweite Gruppe. Damit steigt an beiden Einrichtungen die Zahl der Plätze von jeweils 25 auf 50.

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Anmeldung fürs Schuljahr 2013/2014

Ist Ihr Kind in der Zeit vom 2. Juli 2006 bis 1. Juli 2007 geboren? Dann dürfte in gut einem Jahr die Schulzeit beginnen. Die Bürokratie aber fängt jetzt schon an. Mitte April gibt es auch an den Lampertheimer Grundschulen die “Schulaufnahme mit Sprachstandsfeststellung” für das Schuljahr 2013/2014.

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Kinderkrippe im Rosenstock schon ausgebucht

Im Baugebiet Rosenstock eröffnet die Stadt Lampertheim im August eine neue Kinderkrippe. Doch Eltern, deren Nachwuchs noch nicht in der Anmeldeliste steht, haben Pech: Bereits jetzt sind alle Plätze belegt. Das berichtet der Südhessen Morgen und beruft sich auf Angaben der Stadtverwaltung. Die schlägt der Politik nun mehrere Alternativen vor.

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Diese Politiker sind zuständig für Betreuungsfragen

Elf  Lokalpolitiker sind vorwiegend Ansprechpartner in Sachen Betreuung: die Mitglieder des Ausschusses für Familie, Jugend und Senioren. Vorsitzender ist Helmut Rinkel von den Grünen. Termine der Sitzungen, Tagesordnungen, Vorlagen und Protokolle sind online verfügbar – in diesen Papieren stecken jede Menge Fakten; es lohnt sich, reinzuschauen.

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